Auswahl:
Hier finden Sie aktuelle Aktionen und Pressemeldungen, die unsere Themen betreffen. Dazu  kommen noch Artikel aus unsrer Zeitung.
Unterschriftenaktion Unterstützung von Dr. Loibner
Abgabe bei LR Hith
Aus der Presse 1 Hormone in den Wechseljahren?
Aus der Presse 2 Positive Folgen des Stillens
Brief an den Bundeskanzler Aktueller Vorstoß zum Thema: Ungefragte Organentnahme
Vom Glauben an die Medizinmänner Wissen die Ärzte genug?
Homöopathie und Schmerz Schmerzzustände mit Homöopathie erleichtern
 

Unterschriftenaktion

Unterstützung mittels Unterschriftenaktion von Dr. Loibner
Abgabe bei Landesrat Hirth

Aufgrund der Verurteilung unseres Gründungsmitgliedes Dr. Loibner durch die Ärztekammer Steiermark hat unser Verein zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen.
Als Ergebnis dieser erfolgreichen Protestaktion übergab eine Delegation des Vereinsvorstands dem steirischen Landesrat für Gesundheit, Mag. Hirt, am Montag, dem 13.11.2006 im Zuge einer 1-stündigen Unterredung  5.579 Unterschriften mit der Bitte, dem wachsenden Unbehagen in der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Und zwar nicht nur gegenüber einer undemokratischen Ärztekammer, sondern auch gegenüber Gesundheitsbehörden, die beim Impfen einseitig statt objektiv informieren.

Wir haben uns weiters entschlossen eine Presseaussendung über die APA durchzuführen, um ein größeres Publikum auf unsere Aktion aufmerksam zu machen.
Als unmittelbare Reaktion wurde:
     -> unser Präsident DI Kirchmair von der Antenne Steiermark
         interviewed
     -> der ORF Steiermark veröffentlichte unsere Presseaussendung
         auf seiner Homepage (http://steiermark.orf.at/stories/152585/)
     -> weitere Interviews lokaler Regionalzeitungen folgten

Hier der Pressetext im Original:
 

Verein sammelt 5.600 Unterschriften gegen Berufsverbot für impfkrititische Ärzte

Piberegg (OTS) - Die steirische Ärztekammer hat vor 1 Jahr mit der
Androhung Berufsverbot eine existenz-bedrohende, drakonische (noch nicht rechtskräftige) Strafe über einen Arzt verhängt, der sich
mehrmals öffentlich und sachkritisch zum Thema Impfen geäußert hat.
Schon bei 2 früher geführten Disziplinarverfahren wegen kritischer
Äußerungen dieses Arztes hatte das Höchstgericht festgestellt, das
Vorgehen der steirischen Ärztekammer verletze das Grundrecht auf
freie Meinungsäußerung in einem demokratischen Staat. Dennoch ein 3. Maulkorbversuch.

Der Verein "Werk für menschenwürdige Therapieformen" hat damals
spontan begonnen dagegen Unterschriften zu sammeln. Als überregionale Plattform mit über 620 Mitgliedern und Abonnenten sah er in dem Urteil der Ärztekammer nicht nur das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung bedroht, sondern auch eine schwere Verletzung von Patienteninteressen, die beim Impfen eine objektive Beratung und Aufklärung von ihrem Arzt erwarten.

Als Ergebnis dieser erfolgreichen Protestaktion übergab eine
Delegation des Vereins dem steirischen Gesundheitslandesrat Mag. Hirt am Montag, 13.11.2006 im Zuge einer 1-stündigen Unterredung (siehe Foto) 5.579 Unterschriften mit der Bitte, dem wachsenden Unbehagen in der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Und zwar nicht nur gegenüber der Ärztekammer, sondern auch gegenüber Gesundheitsbehörden, die beim Impfen meist einseitig statt objektiv informieren:

- Es gibt keine Impfpflicht in Österreich ! Die Entscheidung für
oder gegen eine Impfung liegt bei jedem Einzelnen bzw. bei den
erziehungsberechtigten Eltern und erfordert ein sorgfältiges Abwägen
aller Pro- und Contra-Argumente

- Ärzte haben hierbei ihren Patienten gegenüber eine
Aufklärungspflicht (zB um den Beipackzettel eines Impfserums zu
verstehen). Warum wird ein Arzt verurteilt, der dieser Pflicht
nachkommt, und nicht diejenigen, die das verabsäumen ?

- Da Erkrankungen und schwere körperliche und psychische
Behinderungen immer wieder nach Impfungen auftreten, wächst das
Unbehagen sowohl unter Patienten als auch in der Ärzteschaft. Warum werden Impfschäden noch immer weitgehend ignoriert ?

- Das stille Vermischen von ärztlichen und von wirtschaftlichen
Interessen führt ebenso zu einem Vertrauensverlust bei Patienten
gegenüber Ärzten wie aggressive und angstbesetzte Impfwerbung. Warum legt die Kammer nicht alle Umsätze zwischen Impfstoffherstellern, Ärzten und der Ärztekammer für Steiermark endlich offen ?

- Viele Patienten lassen sich nicht mehr vorschreiben, was für sie
und ihre Kinder gesund sein soll, sie treffen diese Entscheidung in
Eigenverantwortung und fordern freie Wahl ihrer Therapie und aller
Vorsorgemaßnahmen

Wer glaubt, mit Drohungen und Maulkörben Gesundheitsfragen zu
lösen, hat meist ein schlechtes Gewissen. Weder Ärzte, Patienten noch Medien sollten sich das länger gefallen lassen !

Der Verein "Werk für menschenwürdige Therapieformen" wurde im Jahr 1989 in der Weststeiermark gegründet und zählt derzeit rd. 620
Mitglieder und Abonnenten in Österreich (davon rd. 90% aus der
Steiermark) aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Wesentliche Ziele
sind Menschenwürde - Eigenverantwortung - Therapiefreiheit im Bereich der Gesundheit. Daher setzt er sich dafür ein, die Menschen bei Entscheidungen für ihre Gesundheit oder ihre Krankheit zu stärken, medizinische Behandlungsmethoden zu fördern (zB Homöopathie), die den Menschen als Ganzheit sehen und seine Würde wahren und die Umsetzung dieser Ziele im Bereich der medizinischen Wissenschaft, der Medien, aber auch der Politik zu erreichen.

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0132 2006-11-22/12:25
 

 

Liebe Mitglieder und Freunde !

Wir finden das Urteil der Ärztekammer empörend und gegen die Interessen der Patienten gerichtet. Die Medizin steht nicht über dem Gesetz - wenn Aussagen fallen wie "Volksgesundheit geht vor Meinungsfreiheit", gilt es zudem das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen. Falls Sie unsere Standpunkte teilen, protestieren auch Sie bei der

 

Ärztekammer f. Steiermark

Hn. Präs. Dr. Dietmar Baier

8010 Graz, Kaiserfeldg. 29

0316/ 80 44 - 43, 0316/ 81 56 71 (Fax)

aek@aekstmk.or.at

 

Unterschriftenlisten können Sie hier abrufen!

 

 

Dr. Loibner wünschen wir Alles Gute.


Mit herzlichen Grüßen

Präsidium des Werkes für menschenwürdige Therapieformen

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Aus der Presse 1

Hormone in den Wechseljahren?

Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 25. März 2003

Hormonbehandlung im Wechsel kein Jungbrunnen
Women´s Health Initiative (WHI) Studie zeigt: Lebensqualität verbessert sich nicht

Frauen profitieren von einer Hormonbehandlung im Wechsel nicht. Die allgemeine Gesundheit sowie Anzeichen für Lebensqualität wie Vitalität, Stimmung, seelische Gesundheit oder sexuelle Befriedigung werden durch Hormonbehandlungen nicht verbessert.
Dies hat jetzt eine Analyse von Daten der WHI-Studie ergeben. Aufgrund der Brisanz der Ergebnisse entschloss sich das New England Journal of Medicine zu einem Vorabdruck.

In dieser Studie erhielten 8506 gesunde Frauen zwischen 50 und 79 Jahren täglich eine Kombination von 0,625 mg konjugiertem Östrogen und 2,5 mg des Gestagens Medroxyprogesteronacetat und 8102 Frauen Placebo. Parameter der Lebensqualität wurden zu Beginn der Studie, nach einem und nach drei Jahren abgefragt.

Eine kurzfristige Hormonbehandlung erwies sich nur bei Frauen, die während der Wechseljahre lediglich unter Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen litten, als effektiv.
Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrum Graz, weist darauf hin, dass eine Hormonbehandlung zwar die Anzeichen des Wechsels mildert. Diese Beschwerden könnten jedoch bei Absetzen der Hormone erneut auftreten. Wenn sich Frauen entscheiden, Hormone nicht weiter zu nehmen, sollten sie nach den Empfehlungen der Neuseeländischen ExpertInnengruppe die Hormone ausschleichen‘ und nicht abrupt aufhören, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.“

Schon im Sommer 2002 hatten Studienergebnisse der qualitativ hochwertigen WHI Langzeitstudie gezeigt, dass eine Hormonbehandlung das Risiko, an Brustkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombosen zu erkranken, erhöht. Viele ExpertInnen sind sich daher einig, dass der Schaden einer Behandlung den Nutzen überwiegt. Als Reaktion auf die Studie hatte die US-amerikanische Food and Drug Administration“ (FDA) Östrogene für krebsauslösend erklärt.

Während in Österreich bislang noch keine Konsequenzen aus diesen eindeutigen Studienergebnissen gezogen wurden, hat das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittelforschung ein Stufenplanverfahren eingeleitet, um die Zulassung der Östrogen-Gestagen Behandlungen in den Wechseljahren einer Prüfung zu unterziehen.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich bitte an Sylvia Groth M.A.,
Tel: 0316/ 83 79 98, frauen.gesundheit@fgz.co.at

Linktipp zum Thema:
Effects of Estrogen plus Progestin on health related quality of life New England Journal of Medicine, May 8, 2003 (Vorabdruck 17. März 2003)
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/NEJMoa030311v1


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Aus der Presse 2
   Stillen senkt Brustkrebsrisiko

   Durch Stillzeit von sechs Monaten sind jährlich 25.000 Erkrankungen
   vermeidbar

   Oxford (pte, 19. Juli 02/09:36) - Frauen in den Industrieländern können
   das Brustkrebsrisiko durch ein Jahr Stillzeit um rund fünf Prozent und
   durch jede Geburt um sieben Prozent reduzieren. Das sind zwei Ergebnisse
   von Wissenschaftlern um Epidemiologen der Oxford University. Es war
   bereits bekannt, dass die Anzahl der Kinder das Brustkrebsrisiko der
   Mütter verringert. In einer Langzeituntersuchung stellten die Forscher
   nun fest, dass das Risiko, an einem Mamakarzinom zu erkranken, durch die
   Entscheidung für das Stillen und die Länge der Stillzeit beeinflusst
   wird. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Online-Ausgabe des
   Fachblatts Science http://www.sciencemag.org publiziert.

   Insgesamt könnten jährlich 25.000 Brustkrebserkrankungen in den
   Industrienationen vermieden werden, würden Mütter ihre Kinder länger als
   sechs Monate stillen. "Diese Ergebnisse können die Diskrepanz zwischen
   den niedrigen Krebsraten in Entwicklungsländern und die steigende Zahl in
   Wohlstands-Gesellschaften miterklären", so die Experten. Insgesamt
   arbeiteten weltweit 200 Forscher an der Langzeit-Untersuchung. Sie
   werteten mehr als 47 Studien mit einer Probandenzahl von knapp 150.000
   Frauen aus 30 Ländern aus.

   Die Forscher schließen, dass Frauen in der industrialisierten Welt eine
   6,3-prozentige Wahrscheinlichkeit haben bis zum 70. Lebensjahr Brustkrebs
   zu entwickeln. Im Vergleich dazu, liegt das Risiko in Entwicklungsländern
   bei 2,7 Prozent. Zum Teil liegt die Begründung darin, dass in ärmeren
   Ländern Frauen ihre Kinder früher zu Welt bekommen; z.T. bereits mit 18
   oder 19 Jahren, in Industrienationen liegt das Alter bei 23 und 24
   Jahren. "Aber das ist eben nur teilweise die Ursache für höhere
   Brustkrebsraten in Industrienationen", erklärte Valerie Beral, Leiterin
   der epidemiologischen Abteilung der Oxford Universität. Die
   Wissenschaftler wissen aber nicht, wie eine Geburt bzw. Stillen das
   Brustkrebsrisiko senken. Zumindest sollen sich aber durch die
   Erkenntnisse bessere Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten ergeben.
   (Ende)

   Aussender:          pressetext.austria  

   Redakteur: Sandra Standhartinger, email: standhartinger@pressetext.at,
   Tel. +43-1-81140-313
 
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Skandal: Ungefragte Organentnahme


Ungefragte Organentnahme

An den Bundeskanzler
Dr. Wolfgang Schüssel
Bundeskanzleramt
Ballhauspl. 2
A-1014 Wien


Betrifft: Ungefragte Organentnahmen bei Sterbenden


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Dr. Schüssel !


Als Bürger dieses Landes und als Präsident eines steir. Patientenvereins, der sich seit rd. 10 Jahren mit der Problematik der Organentnahmen befaßt, darf ich mich mit einem schwerwiegenden Anliegen an Sie wenden. 1982 wurde im österr. Nationalrat mit den Stimmen aller Parteien das Bundesgesetz über Organentnahme bei Verstorbenen““, beschlossen, das die operative Entnahme von Organen wie Lunge, Herz und Nieren erlaubt, sobald der Spender“ verstorben ist.“ Hier sind unsere Argumente, warum dieses Gesetz aufgehoben werden muß, bitte prüfen Sie sie:

1) ES SIND STERBENDE, NICHT TOTE
2) FÜR TOT ERKLÄRT, WEIL MAN ETWAS VON IHNEN HABEN WILL
3) DIE BEVÖLKERUNG WIRD (BEWUßT ?) GETÄUSCHT
4) DIE PRAXIS ZEIGT EINE BEDENKLICHE EIGENDYNAMIK (ORGANBEGEHREN)
5) VOR DEM GESETZ TRÄGT NIEMAND VERANTWORTUNG
6) AUCH IN DER MEDIZINISCHEN WISSENSCHAFT ZUNEHMEND UMSTRITTEN
7) ALLE BETEILIGTEN SIND ÜBERFORDERT, WEIL DIE WIDERSPRÜCHE UNAUFLÖSLICH SIND

Es ist an der Zeit einzugestehen, daß dieses Gesetz alle Beteiligten überfordert, weil die Widersprüche unauflöslich sind, daß wir zu weit gegangen sind, uns verrannt haben. Wir sollten Farbe bekennen und zugeben, daß es kaum noch Organspender geben würde, wenn die Menschen wüßten, was im OP-Saal wirklich mit ihnen passiert !

Die Österreicher sind zurecht stolz auf die jüngsten politischen Initiativen im Bereich menschenwürdiges Sterben, wie Sterbekarenz, Hospizbewegung etc. Nehmen Sie sich daher bitte persönlich dieses Themas an, wir hoffen auf Sie !

Mit herzlichen Grüßen


DI. Andreas Kirchmair
Präsident

Anhang

AUSGANGSSITUATION

1982 wurde im österr. Nationalrat mit den Stimmen aller Parteien (und ohne zB die Stellungnahme der katholischen Kirche einzuholen) das Bundesgesetz über Organentnahme bei Verstorbenen““, beschlossen (s. Beilage 2), das die operative Entnahme von Organen wie Lunge, Herz und Nieren erlaubt, sobald der Spender“ verstorben ist.“ Unser Punkt ist einfach erklärt: Die Organe von Toten sind unbrauchbar. Nur die Organe eines für hirntot erklärten Menschen, der aber noch atmet und fiebert, während der Explantation Narkotika sowie Schmerz- und Beruhigungsmittel erhält (Lebende Leichen“), können für Transplantationen verwendet werden. Die Vorverlegung des Individualtodes durch den sogenannten Hirntod (1968) hat nicht nur mehrere Todeszeitpunkte, sondern auch eine ethische Grauzone geschaffen.

1) ES SIND STERBENDE, NICHT TOTE

Daß es sich um eine ethische Grauzone handelt, bestreitet heute niemand mehr, aber sie wird öffentlich und politisch kaum diskutiert. Nach jahrelanger Beschäftigung mit diesem Thema sind wir im Vorstand unseres Vereins zur Überzeugung gekommen, daß diese Menschen (in Österreich zuletzt rd. 180/ Jahr) zwar im Sterben liegen, aber noch leben, und erst dann sterben, wenn Ihnen am Ende der Explantation das Herz herausgeschnitten wird. Daß also in Österreich u.E. ungefragt, aber gesetzlich legitimiert, ein Leben für die Gesundung eines anderen Lebens eingesetzt wird.

Wie kommen wir dazu, derartige (manche werden sagen ungeheuerliche) Behauptungen aufzustellen ?

* Lesen Sie bitte unsere bisher unbeantwortet gebliebenen Offenen Fragen in Beilage 1
* Hören Sie bitte über neue Erkenntnisse von Forschungsinstituten über das menschliche Herz (zB Heartmath Institute in USA), die beweisen, daß das Herz eine 2. “Kommandozentrale” des Menschen darstellt, weil ... complex neuro-structures exist not only in the brain but in the heart as well. Actions in the heart precede the actions of both the body and the mind.“
* Hören Sie die Stimme des Papstes, der zum XI. Welttag der Kranken im Febr. 2003 davon sprach, daß das Leben von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende (Anm.: nicht bis zu seinem Tod !) geschützt und verteidigt werden muß“
* Reden Sie bitte mit Angehörigen von Explantierten, die Ihre Lieben vor und nach der Transplantation gesehen und nicht wiedererkannt haben
* Schauen Sie selbst in das Gesicht eines Explantierten und urteilen Sie selbst, ob er eines friedlichen oder eines gewaltsamen Todes gestorben ist

2) FÜR TOT ERKLÄRT, WEIL MAN ETWAS VON IHNEN HABEN WILL

Diese Sterbenden verlieren, sobald sie für hirntot erklärt werden, jeglichen Rechtsschutz als Person, sie haben keine Lobby mehr, als Verstorbene haben sie einen anderen Status (Pietät, etc.); sie werden sogar ihren Angehörigen entzogen.

Und sie werden nur deshalb für tot erklärt, weil man etwas von Ihnen will, nämlich ihre Organe und nicht, um Ihnen zu helfen. Vergleichbar einem Vermißten, der für tot erklärt wird, um Armen seine Güter übergeben zu können (der Zweck heiligt die Mittel“).

3) DIE BEVÖLKERUNG WIRD (BEWUßT ?) GETÄUSCHT

Die Durchführung dieses Gesetz fußt in Österreich auf 2 Pfeilern, dem Hirntod und der Widerspruchsregelung. Diese Ausgangssituation ist nur sehr wenigen Experten bekannt. Wenn Sie sich in der Bevölkerung umhören, werden Sie erfahren, daß mindestens 90% von anderen Annahmen ausgehen, nämlich der, daß die Patienten wirklich“ tot sind (Herz-Kreislauf-Tod“, letzter Atemzug“) und daß die Zustimmungslösung gilt, wie in Deutschland. Juristen sprechen davon, daß, wer die Unwissenheit eines anderen zu seinem Schaden ausnutzt, den Tatbestand des Betruges setzt.

In der Öffentlichkeit wird weiters in bewußter Verdrehung der gesetzlichen Situation der Widerspruchsregelung der Begriff Organspender“ verwendet, obwohl für eine Spende Freiwilligkeit und informierte Zustimmung Voraussetzung sind - diese Bezeichnung ist eindeutig falsch.

Auch der sehr oft verwendete Begriff der Nächstenliebe ist eine Verdrehung, weil de facto die Nächstenliebe“ nicht bewußt persönlich geschenkt, sondern staatlich verordnet wird.

4) DIE PRAXIS ZEIGT EINE BEDENKLICHE EIGENDYNAMIK

Es ist eine Mauer des Schweigens und der Angst entstanden. Welche Auswirkungen hat dieses Gesetz heute in der Praxis der österr. Krankenhäuser ?

" Angehörige erfahren schmerzhaft und durch die Widerspruchsregelung unvorbereitet, daß Ihnen im Krankenhaus mit Feststellung des Hirntodes das Sorgerecht“ über Ihre Lieben, auch ihre Kinder, entzogen wird (sie gehören Euch nicht mehr“) - und weder die Angehörigen noch ein Priester dürfen in der wirklichen“ Sterbestunde dabei sein
" Ärzte und Krankenhauspersonal sind zerrissen zwischen der Aufgabe, das Leben eines Menschen zu retten und den Patienten als Organlagerstätte“ (so wie Öl- und Minerallagerstätten), also als Sache zu sehen - kann ein Arzt wirklich gleichzeitig beiden Anliegen dienen ?
" Patienten können nicht mehr vertrauen, daß im Krankenhaus oder im Rettungsauto/ hubschrauber alles getan wird, um ihr Leben zu retten. Von Ihren Angehörigen können sie im Krankenhaus nicht mehr allein gelassen werden - verlieren sie da nicht allmählich das Vertrauen zu den Ärzten ?
" die Not der Patienten, die auf fremde Organe warten, ist groß und erhöht den Druck auf alle Beteiligten, diese Organe zur Verfügung zu stellen. Wir sehen Entwicklungen, die von einem gut organisierten Organbedarf in Richtung Organbegehren gehen; mobile Hirntoddiagnostik-Teams durchstreifen unser Land auf der Suche nach passenden Unfallopfern (s. ÖBIG Transplant Jahresbericht 2001)

5) VOR DEM GESETZ TRÄGT NIEMAND VERANTWORTUNG

 Ein Blick auf das Bundesgesetz zeigt, dass niemand eine persönliche Verantwortung trägt: Der betroffene Sterbende und seine Angehörigen sind durch die weitgehend unbekannte Widerspruchsregelung aus der Verantwortung genommen, die Juristen verlassen sich auf die Mediziner, der Neurologe stellt nur den Hirntod fest, der Anästhesist kümmert sich nur um die Narkose, der Transplanteur operiert nur die Organe heraus usw.

6) AUCH IN DER MEDIZINISCHEN WISSENSCHAFT ZUNEHMEND UMSTRITTEN

Uns ist sehr wohl bekannt, dass (mehrheitlich) nach dem heutigen Stand der medizinischen Wissenschaft der Tod eines Menschen mit der Einstellung der Gehirntätigkeit eintreten soll, nur halten immer mehr Menschen weltweit - Ärzte, Philosophen, Theologen und Bischöfe - dieses Konzept des Hirntodes mit seinen mittlerweile über 30 verschiedenen Definitionen für einen Irrweg oder für überholt und so brüchig, wie die ehemalige Berliner Mauer.

7) ALLE BETEILIGTEN SIND ÜBERFORDERT, WEIL DIE WIDERSPRÜCHE UNAUFLÖSLICH SIND

Auch die Widerspruchsregelung entspricht einer aufgeklärten und reifen Demokratie wie bei uns nicht mehr, hat ihr nie entsprochen. Sie hat auch die bestehenden Widersprüche nie beseitigt, sondern immer nur kaschiert.

Aber abgesehen davon ist es an der Zeit ehrlich einzugestehen, daß dieses Gesetz mehr Fragen aufwirft als Antworten gegeben werden können und daß es alle Beteiligten überfordert, weil die Widersprüche unauflöslich sind - wir sind zu weit gegangen und haben uns verrannt:

ð   Menschen können nicht gleichzeitig leben und tot sein

ð   Ärzte können nicht gleichzeitig Leben retten versuchen und ihre Patienten für die Explantation vorbereiten (und damit ihr Leben endgültig beenden)

ð   Angehörige können nicht gleichzeitig ihr Sorgerecht ausüben und vor dem Sterben und vor der Explantation nach Hause geschickt werden

ð   Politiker können nicht von Eigenverantwortung der Bürger und von Transparenz reden und gleichzeitig beschließen, daß jeder zustimmt, der nicht widerspricht

ð   Das Österr. Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) in Wien, welche das „Widerspruchsregister“ führt und das Koordinationsbüro für Transplantationsmedizin ist, kann nicht gleichzeitig für ein möglichst hohes Organaufkommen sorgen und so umfassend informieren, daß es wieder zurückgeht

Und es ist an der Zeit Farbe zu bekennen und zuzugeben, dass es auch kaum noch „echte“ Organspender geben würde, wenn die Menschen wüssten, was im Operationssaal des Krankenhauses wirklich mit ihnen passiert! Es ist sicher kein Zufall, dass in Österreich immer wieder verschiedene Medien dieses Thema aufgreifen und damit ein tiefsitzendes Unbehagen artikulieren.

Müssen wir uns daher nicht mit Nachdruck dafür einsetzen, daß derlei Gesetze aufgehoben werden, daß alle Menschen in Würde sterben können und daß andere Wege gesucht werden, um kranken Menschen zu helfen? Die Frau Bundesminister für Gesundheit Rauch-Kallat sprach in Zusammenhang mit einer neuen Gesundheitspolitik von den Prinzipien Gerechtigkeit, Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit, wir würden dem gerne Würde des Menschen hinzufügen.

Mit dem Anspruch auf Ehrlichkeit und in Verantwortung und in Respekt gegenüber allen Betroffenen, den im Medizinbetrieb Tätigen, den um Heilung bangenden Kranken, im besonderen aber den Sterbenden und Ihren Angehörigen verantwortungsvoll die notwendigen politischen Entscheidungen zu treffen ist schwierig, aber unumgänglich.

D. I. Andreas Kirchmair
Piberegg, 25. Juni, 2003

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Vom Glauben an die Medizinmänner

Vom Glauben an die Medizinmänner
oder was man alles vom Arzt erwartet

„Mein Arzt hat mir geraten, mich impfen zu lassen. Hätte ich mich nicht impfen lassen sollen? Er ist ja der Arzt und er wird schon wissen, warum er mir das empfiehlt“.
„Im Spital wurde diese Diagnose gestellt. Die Ärzte erklärten mir, dass sie die Ursache dieser Krankheit noch nicht ganz genau kennen“.
„Sie sind jetzt  meine letzte Hoffnung, Herr Doktor“!
Solche Aussagen sind nicht selten Sie bringen zum Ausdruck, dass sich die Patienten doch etwas zu viel von der Kunst und dem Wissen der Ärzte erwarten. Weiß der Arzt wirklich so viel, haben die Wissenschaftler schon bald alle Geheimnisse des Lebens entdeckt, sind die Ärzte schon bald die großen Sieger über die Krankheiten?
Krankheiten verursachen viel Leid. Zu allen Zeiten haben die Menschen, - früher gegen  die Seuchen der vergangenen Jahrhunderte und heute gegen die Krankheiten der modernen Zeit – anzukämpfen versucht. Mit dem Wunsch die Krankheiten zu besiegen ist natürlich auch die Hoffnung verbunden, dass die Heilkünstler auch entsprechendes erreichen.
Mit dem Beginn der Neuzeit, der Industrialisierung und der Verbesserung der Lebensbedingungen:  genug zu essen, sauberes Trinkwasser, Kanalisation und günstigere Wohnverhältnisse sind die Seuchen zurückgegangen. Zugleich gab es die gewaltigen Fortschritte auf technischem Gebiet und in den Naturwissenschaften. Aber nicht alles was Mediziner und Forscher entdeckt zu haben glaubten, hat sich als richtig erwiesen. Es gab auch viele Irrtümer. Nicht wenige Erkenntnisse, die in der ersten Begeisterung bejubelt wurden, wurden oft schon nach kurzer Zeit als Irrtümer verworfen. Wenn man  die Grausamkeit mancher Krankheiten persönlich erlebt ist es verständlich, dass der Mensch vom Arzt alles erwartet und ihn zum vielzitierten „Gott in Weiß“ erhebt. -

Gefeierte Wissenschaftler

So wurde in Frankreich viel über die angeblichen Erfolge L. Pasteurs  durch Impfungen gegen Milzbrand der Tiere berichtet. Ein Landarzt hatte erfahren, dass der Chemiker Pasteur  auch an einer Impfung gegen Tollwut forsche. Dieser Arzt schickte nun einen Knaben, der von einem Hund schwer verletzt worden war und eine Tollwuterkrankung befürchtet wurde, zu Pasteur, der selbst gar kein Arzt gewesen ist. Pasteur war auch gar nicht in der Lage, Tollwut zu diagnostizieren. Pasteur führte tatsächlich die erste Tollwutimpfung an diesem Kind durch, in dem er eine Aufschwemmung von getrockneten Rückenmark angeblich tollwütiger Hunde in die Bauchdecke des Kindes injizierte. Als das Kind nach wenigen Wochen nicht an Tollwut erkrankte und überlebte wurde Pasteur wegen dieses einzigen Falles berühmt und gefeiert. Obwohl im Laufe der späteren Geschichte viele Menschen an der Impfung gegen Tollwut verstorben sind und viele Menschen schwere und dauerhafte Schäden erlitten haben, hält man noch immer an diesem Verfahren fest. -
Auch E. Behring, dem Begründer der Serumtherapie, reichte ein einziges Kind, das die Serumtherapie bei Diphtherie überlebte, um die Richtigkeit seiner Theorie zu bestätigen. Über die Serumtherapie schreibt fast 30 Jahre später  der Toxikologe L. Lewin:“ Weder die angeborene, noch die durch Gewöhnung oder andere Einflüsse erworbene Immunität ist durch die völlig unbeweisbaren, dem philosophischen Kalkül entstammenden Nurwortstoffe, denen man den Namen Antitoxin gegeben hat, dem Verständnis nähergerückt. Es gibt kein einziges chemisch gekanntes Gift, das beliebig lange Zeit Tieren eingeführt, ein Gegengift im Blute entstehen lässt, dem die Fähigkeit zukommt, in irgendeiner Weise das Gift unschädlich, oder, vorbeugend, eine Giftwirkung unmöglich zu machen. Kein Alkaloid, klein Glykosid, keine blutverändernden oder anderswie giftigen, chemisch gekannten Substanzen aus der Reihe der anorganischen oder organisch-synthetischen Stoffe kann durch die Serologie verhindert werden, seine Giftwirkung zu entfalten, und auch nicht mit Eiweißstoffen, wie dem Abrin, oder dem Schlangengift ist dies zu erzielen. Es gibt kein “ Antitoxin“. Sie bestehen nur in der Einbildung.“- Dennoch wird noch heute an der Serumtherapie, „Der Frohen Botschaft vom Antitoxin“ (A. Czerny, 1863 - 1941) teilweise festgehalten.  

Wissenschaftler im Schatten

Der Pathologe M. Pettenkofer hatte durch sorgfältigste Aufzeichnungen erkannt, dass es in der Stadt München  nur in ganz bestimmten Teilen der Stadt zu Cholerafällen und auch an derselben Stellen  erneut immer wieder zu Choleraerkrankungen kam. Es wurde daraufhin die Kanalisation der Abortanlagen geändert und die Cholera ist verschwunden. Zur gleichen Zeit feierte man R. Koch, den Entdecker der Tuberkelbazillen und anderer Bakterien als den großen Wissenschaftler und Wohltäter der Menschheit, obwohl seine Entdeckungen zum Rückgang der Seuchen nichts beigetragen haben. Auch sein Wundermittel Tuberkulin, auf das so viele Menschen ihre Hoffnung gesetzt hatten, hat sich als völlig erfolglos erwiesen. Der wirkliche verdienstvolle Arzt Pettenkofer hatte nichts Spektakuläres vorzuweisen, er hatte  eben nur eine der wahren Ursachen der Seuchen erkannt und beseitigt. Da hatte Koch mit seinen Bakterien mehr Ansehen.  Auch Pasteur hatte sich zusätzlich mit der Schöpfung des  Begriffes Virus  unvergessliches Ansehen verschafft. Er nannte alles das, was er nicht im Lichtmikroskop sehen konnte, also was nicht Bakterien waren, einfach Viren (Gifte). Erst gute 70 Jahre später bezeichnete die Wissenschaft im Elektronenmikroskop zu erkennende Zellkern-Gebilde als Viren im heutigen Sinne. Dass nun diese Teilchen die Ursachen der Infektionskrankheiten sein sollen, ist ebenso reine Spekulation. Die Propaganda der Antibiotika- und Impfindustrie poliert jedenfalls aus gutem Grund nach wie vor am Glanz ihrer Medizinhelden.

Was wissen die Ärzte?

Im Bereich der Wissenschaft  gibt es  weitere Fortschritte. Es entstehen immer mehr neue  Spezialgebiete; das Wissen über kleinste Bereiche nimmt zu. Es gibt kaum jemand, der vielen neuen biologischen Entdeckungen zu überschauen vermag und die Zusammenhänge verstehen kann. So muss heute ein Wissenschaftler dem andern einfach glauben. In vielen Fällen ist es gar nicht möglich, die zahlreichen Ergebnisse der Medizinforscher zu überprüfen.  Die Ärzte, sowohl im Spital als auch in der niedergelassenen Praxis sind nicht mehr in der Lage, das, was ihnen als medizinische, wissenschaftliche Neuigkeit vorgesetzt wird zu hinterfragen und zu bedenken. Die wenigsten Ärzte haben die Möglichkeit über die Herstellung von Impfstoffen, die Kultivierung der Nährböden oder über das was die Molekularbiologie über Antikörper entdeckt hat, eingeweiht zu werden. Von diesem Themenkomplex: Infektion-Antikörper-Immunität hat der durchschnittliche Arzt  nicht mehr Ahnung als jeder andere interessierte Laie. Dazu kommt noch, dass die ärztliche Fortbildung zum größten Teil von wirtschaftlichen Interessengruppen mitbestimmt wird.

Glauben oder doch fragen?

Beim Thema Impfung heißt es also sich ganz aufrichtig die Frage zu stellen:
Was wissen die meisten Ärzte tatsächlich über Impfungen?
Haben sie Zeit, die Geschichte der Impfung zu studieren?
Können sie sich überhaupt das nötige Wissen über die Bedeutung von Mikroben im Organismus erwerben?
Was wissen sie über den Wert der Titerbestimmungen und was Antikörper wirklich sind?
Bekommen sie zuverlässige epidemiologische Daten über die  Krankheiten, die durch Impfungen entstehen?
Beim nächsten Arztbesuch, oder beim übernächsten sollte doch einmal mit Ihrem Arzt ein aufrichtiges Gespräch über das Thema  Impfen stattfinden. Welche Fragen?
Was ist in dem Impfstoff alles drinnen?
Können Sie sicher versprechen, dass ich durch die Impfung geschützt bin?
Werden Sie eine Meldung machen, falls durch die Impfung ein gesundheitlicher Schaden entsteht?
Muss ich vor der Impfung untersucht werden?
Oder ist es doch einfacher wie bisher der Wissenschaft, der Medizin und der Gesundheitsbehörde fromm und ergeben zu glauben?


Quellen: Stefan Winkle, Kulturgeschichte der Seuchen, 1997
      Kurt Langbein, Bert Ehgartner, Das Medizinkartell, 2002
      Louis Lewin, Gifte und Vergiftungen, 6. Auflage, 1992
      Karl Krafeld, Stefan Lanka, Impfen - Völkermord im dritten Jahrtausend?  2001

Dr. Johann Loibner, Ligist, Juni 2002

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Homöopathie und Schmerz

Homöopathie und Schmerz

Wenn man Holz mit der Kreissäge schneidet, sagen die Kinder, das Holz schreit vor Schmerzen. Eine Verletzung, eine infizierte Wunde, ein sich durchzwängender Nierenstein stören das Wohlbefinden und die Gesundheit. Fast alle Störungen der Gesundheit gehen mit Schmerzen einher. Mit der Ausheilung des Leidens verschwinden auch die Schmerzen.

Es ist sehr leicht, über Schmerzen Vorträge zu halten oder Theorien aufzustellen. Der Patient, der an heftigen Schmerzen leidet, hat oft nur einen einzigen Wunsch: die Schmerzen loszuwerden. Dabei ist ihm jede Heilmethode willkommen, wenn sie ihm nur hilft.

Die Schmerzmittel der heutigen Medizin, Analgetika und Narkotika, eignen sich nicht für eine längere Behandlung. Gewöhnung und Sucht gibt es trotz gegenteiliger Behauptung in den letzten Jahren. Die Nebenwirkungen der Analgetika, wie etwa zerstörte Nieren nach längerer Einnahme von Schmerztabletten, sind allzusehr bekannt. Schließlich unterbleibt durch die zunächst erleichternden analgetischen Erfolge das Bemühen um die eigentliche Heilung des Patienten.
Die häufigsten Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen, sind rheumatischer Natur; Gelenksentzündungen, Nervenschmerzen, Zahnschmerzen, Wirbelsäulenleiden, Kopfschmerzen etc. Es ist jedem Arzt und Laien klar, daß erst die Heilung dieser Leiden auch die Befreiung von den Schmerzen ermöglicht.

Es gibt eigentlich gar keine homöopathischen Schmerzmittel , es gibt aber homöopathische Heilmittel, welche zur Heilung von schmerzhaften Krankheiten führen. Schmerzen treten nämlich nicht isoliert vom übrigen Körper und seiner Krankheit auf. Immer ist der Schmerz nur ein Glied einer Kette eines komplexen Heilvorganges.

Nicht jede Krankheit erzeugt denselben Schmerz, z. B. gibt es leichte, aber auch fürchterliche Nierenkoliken. Nicht jeder Schmerz wird von jeder Person gleich empfunden. Das sehen wir etwa bei den Geburtswehen, die nicht bei allen Frauen gleich sind. Ein Patient jammert, klagt und tobt, ein anderer seufzt höchstens leise. Es gibt ein Wechselspiel und einen Zusammenhang zwischen Schmerzen und Gemütszustand. Gemeinsam aus der Art der Schmerzen und der Gemütslage des Kranken ergibt sich das passende homöopathische Heilmittel.

Die folgenden Heilmittel sind sicher wirkende Schmerzmittel, besser Arzneien bei Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen. Sie sind durch ihre auffälligen Gemütssymptome charakterisiert.

Beispiele

COFFEA: alle Sinne sind gesteigert, aufmerksam und wachsam, zugleich redselig und laut, schreit vor Schmerzen, Verschlimmerung ú nach Erregung, nachts, Lärm; unerträgliche Schmerzen, verzweifelt vor Schmerzen, Furcht vor dem Tod durch Schmerzen, weint während der Wehen.

CHAMOMILLA: Ungeduld, z. B. "Unternehmen Sie doch was!", schreit vor Schmerzen, (Bemerkung: es gibt Versuche, Schmerzen zu messen, zu "objektivieren". Der Schmerz ist allerdings immer etwas Subjektives und Einmaliges.), unerträgliche Schmerzen, wilde Krampfwehen; wirkt besser als Opiate, weil Chamomilla hier das Heilmittel ist; V . nach Zorn, nachts; treibt aus dem Bett.

ACONIT: Angst durch Schmerzen; schreit bei Schmerzen; Unruhe, verlangt sofort nach Hilfe; ahnt die Todesstunde; Schmerzen mit Taubheit ("Totwerden der betroffenen Teile"); V . nachts, im Liegen, nach kalter Luft, Zugluft, schwerer Unterkühlung.

CACTUS GRANDIFLORUS (Königin der Nacht): Gefühl wie zusammengeschnürt; wie von einer Zange gepreßt; wie festgeschraubt; Herz - wie ein eisernes Band um das Herz; schweigsam, schreit im Schlaf; hämmernder Kopfschmerz; V . wenn das Mittagessen nicht zur rechten Zeit eingenommen wurde; V . auf der linken Seite liegen.

BELLADONNA (Tollkirsche): schreit vor Schmerzen; plötzlicher Beginn der Schmerzen; Augen groß und weit; klopfende Schmerzen; erkennt die Umgebung nicht; V .abends, aus dem Schlaf heraus.

Chronische Schmerzen

Die Schmerzen können in allen Organen und Regionen des Körpers vorhanden sein. Die bisher angeführten Heilmittel passen für sogenannte akute, vorübergehende Krankheiten, die Stunden bis Tage dauern.

Es gibt aber viele schmerzhafte Erkrankungen, die sich über lange Zeit hinziehen, chronische Gelenksentzündung, Gesichtsneuralgien, Kreuzschmerzen etc. Diese nennen wir chronische Krankheiten. Sie brauchen meist Minerale und Metalle aus dem homöopathischen Heilmittelschatz. So ist ARSENICUM ALBUM bei Menschen angezeigt, die aufgrund ihrer Schmerzen zur Verzweiflung neigen. Ebenso gibt es hier Angst durch Schmerzen. Schließlich sei hier noch AURUM kurz angeführt für Menschen, die infolge ihrer Schmerzen zu Selbstmord neigen.

Die Narkotika und Analgetika der modernen Medizin sind bei vielen, allerdings nicht bei allen Schmerzzuständen wirksam. Die Heilkunde darf auf diesem Teilerfolg nicht stehen bleiben. Die homöopathische Heilmethode bietet bei der Bekämpfung von Schmerzen unerwartete Erfolge, die meist über unsere bisherige Schulweisheit hinausgehen.

Dr. Johann Loibner, Ligist, Jänner, 2001

Julius Mezger, Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre, 4. Auflage,1977, Haug Verlag
Kent's Repertorium, 4. Auflage, 1977, Haug Verlag


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